In der Oberstufe geht es neben der intellektuellen Bildung in besonderer Weise auch um die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Das Sozialpraktikum nimmt hierbei einen zentralen Platz ein.
Es findet in der 11. Klasse statt, dauert in der Regel mindestens vier Wochen und führt die Schüler:innen in Arbeitsfelder mit kranken, älteren oder beeinträchtigten Menschen.
In dieser Lebensphase gewinnt die Frage nach der eigenen Rolle in der Welt an Bedeutung. Das Sozialpraktikum bietet Raum, sich in der Begegnung mit anderen Menschen zu erproben, Verantwortung zu übernehmen und Mitgefühl praktisch werden zu lassen.
Im achtsamen Wahrnehmen und im aufrichtigen Interesse am Gegenüber entsteht eine Erfahrung, die weit über den schulischen Rahmen hinauswirkt. Sie stärkt die Fähigkeit zur Anteilnahme und unterstützt die Entwicklung einer bewussten, eigenständigen Lebensgestaltung.