Unsere Geschichte – Wie alles begann
Manche Schulen entstehen durch einen Plan. Andere entstehen aus einem gemeinsamen Wunsch.
Die Waldorfpädagogik Havelhöhe e.V. gehört zur zweiten Kategorie.
Ende der 1990er-Jahre suchten Familien im Berliner Ortsteil Kladow nach einem Ort, an dem ihre Kinder in einer lebendigen, menschlichen und ganzheitlichen Umgebung aufwachsen können. Viele Eltern kannten die Waldorfpädagogik und wünschten sich einen Kindergarten und eine Schule, die Kinder nicht nur unterrichten, sondern in ihrer gesamten Entwicklung begleiten.
Aus Gesprächen zwischen Eltern, Pädagog:innen und engagierten Menschen aus dem Umfeld des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe entstand eine Idee – und bald darauf eine Initiative. Aus dieser Initiative wurde schließlich ein gemeinnütziger Verein: Waldorfpädagogik Havelhöhe e.V.
Der Anfang war klein.
1997 öffnete zunächst ein Waldorfkindergarten seine Türen.
Die ersten Gruppen entstanden aus einer Elterninitiative heraus. Mit viel Engagement, Idealismus und freiwilligem Einsatz bauten Familien und Pädagog:innen gemeinsam einen Ort auf, an dem Kinder in einem rhythmischen, kreativen und liebevollen Umfeld aufwachsen konnten.
Schon bald wurde deutlich: Die Kinder sollten auch über die Kindergartenzeit hinaus begleitet werden können.
So entstand im Jahr 2000 die Freie Waldorfschule Havelhöhe – Eugen Kolisko.
Die ersten Klassen begannen in einfachen, teilweise provisorischen Räumen. Was an Gebäuden fehlte, wurde durch Begeisterung, Mut und Gemeinschaftssinn ausgeglichen.
Lehrer:innen, Eltern und Unterstützer:innen arbeiteten gemeinsam daran, Schritt für Schritt eine Schule aufzubauen, die von Vertrauen, Verantwortung und einem lebendigen pädagogischen Geist getragen wird.
Mit den Jahren wuchs die Schulgemeinschaft. Neue Klassen kamen hinzu, Räume wurden erweitert und schließlich konnte ein eigenes Schulgelände entwickelt werden – ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Vereins.
Heute ist aus den kleinen Anfängen ein lebendiger Bildungsort geworden.
Unter dem Dach des Vereins Waldorfpädagogik Havelhöhe e.V. gehören heute
- der Waldorfkindergarten,
- die Freie Waldorfschule Havelhöhe – mit den Klassen 1 bis 13
- und der Hort für die Klassen 1 bis 6
zu einer gemeinsamen pädagogischen Gemeinschaft.
Kinder können hier vom frühen Kindergartenalter bis zum Schulabschluss begleitet werden. Lernen findet nicht nur im Unterricht statt, sondern auch im Spiel, im künstlerischen Arbeiten, im Handwerk, in der Natur und in der Begegnung miteinander.
Was unsere Einrichtungen bis heute prägt, ist der Geist ihrer Entstehung:
Sie sind aus einer Initiative von Menschen entstanden, die gemeinsam Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder übernehmen wollten.
Eltern, Pädagog:innen und Mitarbeitende in Verwaltung, Reinigung und Hausmeister gestalten das Leben des Kindergartens und Schule sowie Hort gemeinsam. Feste, Projekte, Bauvorhaben und pädagogische Entwicklungen werden von der gesamten Gemeinschaft getragen.
So wächst die Waldorfpädagogik Havelhöhe seit über zwei Jahrzehnten weiter – Schritt für Schritt, getragen von Engagement, Vertrauen und der gemeinsamen Verantwortung für die Kinder.
Unsere Geschichte ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.
Mit jeder neuen Kindergarten- und Schulklasse beginnt sie ein Stück weit von vorne.
Auch die Entwicklung unseres Schulcampus geht weiter. Ein bedeutender Schritt für die kommenden Jahre ist der Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle, der derzeit entsteht. Sie wird künftig Raum für Sportunterricht, Schulveranstaltungen, Aufführungen, Feste und Begegnungen bieten – ein Ort, an dem sich Bewegung, Kultur und Gemeinschaft verbinden können.
Mit diesem Neubau schaffen wir einen wichtigen Baustein für die Zukunft unserer Schule und stärken gleichzeitig das gemeinsame Leben unserer Schulgemeinschaft. Die Halle entsteht durch das Engagement vieler Menschen aus unserer Gemeinschaft sowie durch die Unterstützung von Förderern und Partnern.
Was bleibt, ist die ursprüngliche Idee:
einen Ort zu schaffen, an dem Kinder Zeit zum Wachsen haben, ihre eigenen Fähigkeiten entdecken und mit Freude ihren Weg in die Welt finden können.